Montag, 1. Juni 2009
Dienstag, 26. Mai 2009
fotone, zum letzten.
eine KLEINE auswahl an fotone. dafuer natuerlich wie immer nur das beste, was meine canon zu sehen bekommt :-)
enjoy.
http://www.facebook.com/photo.php?pid=30467813&l=0ed8ef658e&id=1055842130
die stationen. die geschichten.
nun ja, wo waren wir beim letzten mal? ja, in huacachina. duenen, die oase und israelis praegten das ortsbild. und ein hannes mit verkuerzten haaren. das sackmesserscherli haut also immer noch wahnsinnig und fraenzi wusste damit umzugehen. ein gutes stueck meiner haarpracht haengt zwischen duenen, oasen und israelis. ein besseres immer noch an meinen haarwurzeln.
dann gings drei- und sechsraedrig nach nazca wo wir einprobellrig ueber die famosen linien flogen. eindruecklich. riesige zeichnungen in der wueste. doch, doch, das ist schon was.
von nazca gings wieder sechsraedrig und enorm konfortabel nach arequipa, der ciudad blanca, wo ich nach GUTEN sechs monaten wieder in den genuss eines doeners kam, ein alpaca gestreichelt habe (der "joeh-effekt" des fotos ist erschlagend), ein kloster von innen sah und gottseidank wieder hinausgelassen wurde und eine strube busfahrt nach cusco begonnen habe.
nach einer durchrumpelten nacht etwas geraedert in cusco. das hotel frankenstein ist besser als es toent und wir speisten wie die goetter, aehm, inkas. st. maria, st. theresa, thermalquellen, aguas calientes, machu picchu, waynapicchu und schon wieder in cusco!
dann per bus ueber hohe paesse an den lago titicaca nach puno wo mir eine milch nicht guttag. wir entschieden uns dann, ein wenig zu wandern, eigentlich zu einer opferstaette auf einem nahen berg. ich opferte jedoch mein fruehstueck schon ein wenig vor der staette und so kehrten wir auch ein wenig frueher nach puno zurueck als geplant. nun ja, kein problem.
von puno aus gings locker ueber die bolivianische grenze. man hoert ja so einiges, es traf aber nur gutes ein. wir querten wie gesagt looooocker die grenze und machten es uns in copacabana gemuehtlich. mit strand aber 3800 meter hoeher als das brasilianische pendant. und icy cold. wir bestiegen nach dem spaeten lunch locker einen 4000er und genossen den ersten bolivianischen sonnenuntergang ueber dem lago titicaca. maravelloso!
von copacabana aus mit dem bus taeler, fluesse und ebenen durchquerend in die vermeintliche hauptstadt, la paz (fraenzi berichtigte mich mahnend, dass eben nicht la paz, wie ich immer gemeint hatte, sonder sucre die hauptstadt boliviens ist). wir durften bei der familie diaz uebernachten und waehren noch gerne etwas laenger in dieser chaotischen, laermigen, unorganisierten und sehr sympatischen stadt geblieben. auf der plaza murillo suessigkeiten geniessend sichteten wir dann auch noch den praesi evo morales persoenlich. ha!
was wir in vier wochen auf raedern zurueckgelegt hatten, verwandelte sich an bord eines taca-fluges in eine gute stunde. ja, schon wieder zurueck in lima. die drei tage in lima verfluechtigten sich subito und nun sitze ich hier im casa sol y sombra in buenos aires. es geht uns gut, wir geniessen den argentinischen herbst, die stimmung, die freundlichen leute, die blaetter auf der strasse, ohne angstschweiss eine strasse zu ueberqueren, den lustigen akzent und natuerlich das feine essen (schliesslich gibts ab freitag. 11:04 wieder nur wurstsalat, oeden kaese und voellig uebersueste schoggi). neinei, ich freue mich auf die schweiz!
liebe gruesse und bis bald.
hannes
Samstag, 2. Mai 2009
sing, spring, freu, juhee ;-)
wir waren in lima, pisco und ica.
sind in huacachina.
gehen nach nazca, arequipa, cuzco, puno und la paz.
alles weitere gibts vielleicht spaeter hier oder sicher im juni zu hause!
noch so am rande. ein guter artikel zu entscheidungen hier (es gibt immer was zu entscheiden):
http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/afd5769b-0df3-4d8f-bd5a-6087d22f0256.aspx
Dienstag, 21. April 2009
was, scho fertig?
die daten:
- 318km von trujilla nach huaraz.
- 3090 hoehenmeter.
- ca. 50 stunden fahrt.
- keine platten.
- keine technischen probleme.
- unterkuenfte: polizei 1x, restaurant 2x, securitas 1x, couchsurfing 1x
- verbrauchte sonnencreme: ca 100ml
- benzinverbrauch ca. 1.2356 liter
- durchquerte provinzen: 2
- hoechster gesichteter berg: huascaran 6.768 m
- getrunkenen bier: 2 (cusceña negra und pilsener)
- rekordhalterin im kopf anschlagen: ramona (4x waehrend eines mittagessens)
- das krasseste znueni: 12 kugeln glace, 1 liter erdbeermilch (heladeria caraz)
knallhart und arschkalt hingeschmissene daten. so solls sein. schliesslich will ich ja naturwissenschafter werden.
emotional wirds erst jetzt. der titel laesst ja einiges erahnen. das treue eseli, mein m500 muss in die kiste. die veloreise ist fertig. schluss. 3000km ueber stock und stein, durch schlamm und bach, durch dick und duenn...ich moechte mit einem zitat eines grossen schauspielers schliessen:
I'll be back.
abrazos de huaraz.
Wir waren irgendwo in der Gegend von Trujillo, am Rande der Wüste, als die Drogen zu wirken begannen...
ich bin in huaraz und es gibt photone:
http://www.facebook.com/album.php?aid=2021342&id=1055842130&l=8b05d3eb68
Dienstag, 14. April 2009
Matrikelnummer: 09-125-873
Wir bestätigen den Erhalt Ihrer Anmeldung per Internet an die Universität Bern:
Semester: Herbstsemester 2009
Fakultät: Philosophisch-naturwissensch. Fakultät
Studienziel: Bachelor of Science in Geography Uni Bern
Schwerpunkt:
Major/Mono/HF: Geographie
Minor/NF: Philosophie und Naturwissenschaften
Freie Leistungen:
Jesses. ich habe es getan!
Sonntag, 12. April 2009
it's race time!
lucho, der gastgeber und wohltaeter von nun ueber 1000 toureros nutzte dann meine euphorie und lud mich ein, heute, ostersonntag das nationale mountainbike-rennen zu einem internationalen zu machen. nach kurzem zoegern sagte ich zu. "racetime, dude" raunte ich mir zu und befreite das gute, alte m500 von zusaetzlicher last. packtraeger, schutzbleche und der rueckspiegel blieben aber dran und dann gings auch schon los. dem gringo wurde mit der startnummer 1 beehrt und startete dann auch sofort in der kategorie open. nach etwa 6 runden kam ich dann, hoert, hoert, als erster an! gratulationen nehme ich gerne via email oder sms entgegen ;-)
voellig euphorisch meldete ich mich dann spontan noch fuer das naechste rennen der elite kategorie an. da war ich dann der einzige mit rueckspiegel und packtraeger. eine knappe stunde ging es vollgas durch zuckerrohrfelder, kiesgruben und sandduenen. ich hielt mich zuerst in der spitzengruppe, musste dann aber in die verfolgergruppe wechseln. die 5 bar in den schwalbe marathon machten das ganze zu einem ziemlichen geschuettel. zudem versuchten immer wieder hunde ins renngeschehen einzugreifen. gluecklicherweise hatte ich die zuschauer auf meiner seite, gringo, gringo, toente es von allen seiten und ich schloss voellig abgekaempft, aber uhuere gluecklich auf dem 7. rang der kategorie elite. sehr, sehr cool! ein einzigartiges und wunderbares erlebnis...racetime in trujillo!
p.s. es sollen heute ja auch noch ein paar andere guemeler holprig unterwegs gewesen sein. an dieser stelle, herzlichen glueckwunsch nach roubaix, tom boonen ;-)
Freitag, 10. April 2009
photone! neu! yeah!
http://www.facebook.com/album.php?aid=2020462&id=1055842130&l=2b1c4b58e2
Donnerstag, 9. April 2009
photone
http://www.facebook.com/album.php?aid=2019932&id=1055842130&l=f722bf07bf
ecuadorperuecuadorperu, peru!
von macara aus gings alleine, ja alleinen, denn mona bleibt in ecuador, va a dar una vuelta, wie man so schoen sagt, ueber die grenze. ich spuehrte meine roten blutkoerperchen. locker legte ich am ersten tag den ueber 100km zurueck. dann erste begegnungen mit den peruaner. es koennten auch thais sein, denn schon bald ueberholten mich diese stinkenden, dreiraedrigen gefaehrte, eben tuk-tuks! ich kannte diese teils bisher nur aus thailand...nun ja, ich schwelgte in erinnerungen bis mich der hunger plagte und stoppte am erstbesten "restaurant". ziege gabs. geiss mit reis. das znacht lag noch lebendig, aber bereits gefesselt am boden, waehrend ich meine ration geiss verspeiste, wurde dann die andere, noch am boden liegende ins kaemmerchen geschleppt und ueber den jordan geschickt. en guete, gell.
uebernachten durfe ich bei einer sehr lieben familie in paccha. ich kam mir vor wie in der wueste, eine superstaubige piste, lastwaegen und tuktuks, die mich je nach schlagloecher links oder recht ueberholten, dann immer wieder aus den huetten am rande der strasse: "mira!mira! GRINGO!!!". das bin ich. ich bin nicht mehr der hannes. ich bin der MIRA!MIRA!GRINGO.
dann die ankunft in paccha, wie im zoo. ich mit einem bier in der mitte. umkreist vom halben dorf, dass mir dabei zuschaute, wie ich das pilsen genuesslich kippte.
dann gings durch wuestenlandschaft weiter nach olmos. neuer streckenrekord. 140km. ich war dann auch recht kabuede und wollte eigentlich ein hotel nehmen. nun ja, irgendwie landete ich dann im "garten" des lokalen polizeipostens und machte das hilleberg nachtklar. die polizisten stellten sich als sehr hilfsbereit, aber auch als aussergewoehnlich neugierig heraus. geduldig und freundlich erklaerte ich sicher 10 mal meine reise, erst als ich jeden satz mit einem gaehnen statt mit einem punkt abschloss, liessen sie mich schnarchen.
dann chiclayo. auf dem weg dahin traf ich aron, einen rennvelofahrer. wir quatschten auf dem weg und er lud mich spontan zu sich nach hause ein. perfekt! wir schauten uns das stadtzentrum an, assen so was von feine apfelstrudel (natuerlich ohne wiibeeri...pf) und gebratenes kuheuter, nach dem guerteltier in ecuador die zweite eher exotische speise. er begleitete mich heute ein stueck und kehrte dann um.
und jetzt bin ich nun in pacasmayo angekommen, zelte hier im garten einer surferunterkunft und denke fest (sehr fest) darueber nach, statt auf meinem brooks sattel auf den smoothen peruanisch-pazifischen wellen zu reiten. das waer doch was, zur feier der semana santa.
wie die geschichte weitergeht, seht ihr wenn der compi das naechste mal angeht (immer diese schlechten reime).
saludos de peru!
Mittwoch, 1. April 2009
photone
hotone. baños nach loja. mit den lastwagenchaufferen und ohne hunde:http://www.facebook.com/album.php?aid=2019932&id=1055842130&l=f722bf07bf
2009 – Odyssee im Oriente
kurz vor der bruecke in holte uns der regen ein. und wie. das was man manchmal in thermalbaeder als "dusche tropischer regen" vorgesetzt bekommt zeigte sich uns in freier wildbahn. zufaelligerweise erreichten wir ca. 5 minuten vor dem "tropischen regen" eine billard-halle mit einem kleinen unterstand. als der regen nach einer halben stunde nicht nachliess, sondern eher staerker wurde, stellten wir ramonas zelt im unterstand auf und bereiteten unser nachlager vor, waehrend die lokalen holzfaeller und lastwagenchauffeure die billiardcues schwingten.
die knurrenden maegen trieben uns auf der suche nach etwas essbarem kurze zeit spaeter durch die kleine siedlung. wir hatten glueck. die lastwagenchauffeure zeigten uns ein winziges restaurant, wo auch sie sich verpflegten. natuerlich durften wir uns, auch mit schwerem gefaehrt unterwegs, an ihren tisch setzen. ich gab aus bekanntem anlass eine runde aus und wir verbrachten einen lustigen abend. natuerlich durfte ein abschiedsfoto mit ALLEN beteiligten nicht fehlen (kuechencrew, chauffeure, ramona und hannes): meine canon aufgestellt. selbsausloeser auf 10sec. sprint zur gruppe. leiderleiderleider fuehlte sich ein hund durch meine sprint derart provoziert, dass es sich dazu entschloss, mich in den ellbogen zu beissen. und damit begann die odysee!
ecuador ist tollwutgefaehrdet. ecuadorianische hunde im speziellen. der hannes wurde von eine ecuadorianischen hund gebissen. ins spital nach macara. dort eine tetanusspritze. am naechsten tag zum oberdoktor. es spricht franzoesisch und kommentiert die schoenheit seiner angestellten: oh, elle est tres belle!. leider kein adequater impfstoff. telefonieren. impfstoff hats in cuenca. 4 tage mit dem velo. 8 h mit dem bus. bustickets gekauft und ab nach cuenca. in cuenca um 22:00 in die klinik. erste injektion von verorab. es folgt die zweite injektion am tag 3. es sollte folgen. am tag 3 in der klinik. es war nur eine dosis verorab vorhanden. nein, eine zweite komme fruehestens am montag. shit. telefonieren. ins lokale centro de salud. nein, kein vororab. ins militaerspital. nein, kein verorab. zuerueck zur klinik. telefonieren. ja, eine andere apotheke haette noch eine dosis. gottseidank. in apotheke. nein, mein name ist nicht james sutir sondern hannes suter. ja, ich habe geld. in die notaufnahme. injektion der zweiten dosis. UFF!
so, jetzt wissts ihr!
heute sind wir nun in loja angekommen. zur peruanischen grenze gehts noch 200km rauf und runter. ein bisschen mehr runter.
in macara gehts fuer mich durch die wueste nach trujillo. ramona bleibt in ecuador und reist zuerueck nach quito.
I'm gonna be a poor lonesome cyclist
I'm a long long way from home
And this poor lonesome cyclist
Has got a long long way to roam
Over mountains over prairies
From dawn till day is done
My aluminium-horse and me keep riding
Into the setting sun
Freitag, 20. März 2009
was aus dem hene werden soll.
fuer alle, die sich darunter nichts vorstellen koennen, hier einige infos:
Einführungsstudium (jährlich) | Aufbaustudium (jährlich oder zweijährlich) | |
| 1. und 2. Semester: 60 ECTS-Punkte | 3. bis 6. Semester: 120 ECTS-Punkte | |
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· Einführung Kulturgeographie (12 ECTS-Punkte) · Einführung Regional-geographie mit Exkursionen (8 ECTS-Punkte) · Disziplingeschichte und Wissenschaftstheorie (3 ECTS-Punkte) |
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(6 ECTS-Punkte) · Geoprocessing (10 ECTS-Punkte) · Qualitative Methoden (4.5 ECTS-Punkte) · Das Wahlpensum beträgt 15.5 ECTS-Punkte inkl. Bachelorarbeit |
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http://docs.rechtsdienst.unibe.ch/Gesetze/studium/pn_sp_geo_080731.pdf
i like ;-)
photone
http://www.facebook.com/album.php?aid=2019098&id=1055842130&l=0ad9d92254
Donnerstag, 19. März 2009
coitus interruptus
Aber fangen wir von vorne an. In Baños, einem geruhsamen Touristenort suedlich von Quito gelegen, fanden wir, dass uns das gewoehliche Reisen mit unseren Drahteseln nicht reicht. Wir wollten mehr. Wir wollten einen Vulkan besteigen! Cotopaxi, yeah! Zur Akklimatisation stellten wir mein Hilleberg auf 3800 Meter ueber Meer im Cotopaxi Nationalpark auf und verbrachten eine nasskalte Nacht am Rande eines Bergsees. Ñato holte uns dann am Mittwoch ab, brachte uns das Bergsteiger-Outfit und fuehrte uns zur besagten Jose-Ribas-Schutzhuette. Bis dahin alles ok. Nach einem feinen Znacht bereiteten wir das Material vor und versuchten zu schlafen. Versuchten. Das alles hinderte uns daran:
- Kurzatmigkeit
- vermindertem Harnlassen
- veränderter Atmung
- Schlafstörungen und sonderbaren Träumen
- oft quälendem Kopfschmerz
Um 24:00 wurden wir geweckt und bekamen unsere Henkersmahlzeit, bevor es dann losging. Schritt fuer Schritt durch den Schnee in die Hoeh. Kopfschmerzen machten sich bei mir breit, sonst war alles ok. Bei Ramona gesellten sich noch Uebelkeit dazu, ein klares Symptom der gefuerchtete Hoehenkrankheit. Um gesund zu bleiben, beschlossen wir, auf 5400 MuM umzukehren. C'est la vie!
Heute Abend belohnen wir uns fuer den Entscheid mit Pizza und Thermalbaeder!
Morgen gibts Downhill. 1000 Meter runter (diesmal mit den Drahteseln) nach Puyo ins Tielfland, den Oriente. Amazonas!
Donnerstag, 12. März 2009
endlich cremeschnitten (oder warum mir ecuador auch noch gefaellt)
nun ja, es war ein genuss. leider hatte ich den foeteler nicht dabei.
sonst geniessen wir die gastfreunschaft hier in ecuador sehr. bisher mussten wir uns noch nie um ein hotel kuemmern. die ersten nacht verbrachten wir wie bereits geschrieben bei der polizei, die uns dann im spaeteren verlauf des abens mit auf eine streife nahm (eigentlich gingen sie nur kurz bier kaufen), aber die fahrt im chevi pick up mit den uniformierten war natuerlich ein lustiges erlebnis. die zweite nacht verbrachten wir im haus von dennis, wir waren hundemuede. um uns etwas aufzumuntern, zeigte er uns einige gigabytes ferienfotos von sich und seiner freunde. megaspannend. ;-). die dritte nacht verbrachten wir entlang der panamericana bei einer bauernfamilie, die uns ihr noch nicht fertig gebautes zweithaus zum uebernachten ueberliess. und jetzt seit drei tagen bei carolina und ihrem vater rodrigo in quito. wir zelten hier im garten des hauses mit aussicht auf das tal. que vista!
morgen gehts weiter nach sueden, on the road again nach drei tagen exzessiver voellerei pancakes, gipfeli, bigmac (jaja, lacht nur), hot dogs, pasta, ruehreier und da ich es nicht fertiggebracht habe, mit meinem elenden spanisch zu erklaeren, was roesti ist, koche ich die nationanspeise heute abend...buen provecho!
hannes
Freitag, 6. März 2009
ayayay! adios colombia!
wir legten die guten 100km von pasto zur ecuadorianischen grenze ohne groebere probleme zurueck, ramona gehts nach ihrem sturz in sibundoy wieder erstaunlich gut, wir sind also wieder fast vollgas unterwegs (jedenfalls was meine verdauung anbelangt...tschuldigung fuer den schlechten witz).
die grenze passierten wir locker, die pesos in dolares gewechselt und heute abend das erste mal auf ecuadorianischem boden. wir schlafen in der polizeistation von san gabriel, freiwillig. wir vermissen natuerlich kolumbien schmerzhaft, freuen uns aber auch auf die weiterreise.
in drei tagen sollte sich die hauptstadt zeigen, inshallah. ich werde berichten.
saludos de ecuador.
hannesito.
Samstag, 28. Februar 2009
waldwaegli mit 20toenner.
hart war
die beschaffentheit der strasse, der videolink weiter unten uebertreibt nicht
die 20toenner, die uns auf der strasse, oder eher dem waldwaegli ueberholten
die steigungen und die 40kg gepaeck, dass ich mitschleppe
das wir den sebastian in mocoa verabschieden mussten
schoen war
die atemberaubenden urwaldlandschaft
die hilfsbereitschaft der leute untwegs
die unterkunft, die uns die policia nacional beim kontrollposten el mirador besorgte
die abfahrten, die ich aber eigentlich lieber mit meinem cannodale jekill (weil hinten und vorne gefedert) machen moechte
das freundliche gehupe der lastwagenchaffeure
die standfestigkeit meiner laufraeder
den kleinsten gang zu haben
die ersten 10 meter auf asphalt ;-)
nun ja, noch gute 100km bis zur ekuadorianischen grenze!
hasta luego!
Montag, 23. Februar 2009
jesses, d baerge choeme.
auf dem weg nach san augustin ueberholte uns ein roller mit einer kleinen familie auf der sitzbank, muttervatertochter. eigentlich nichts ungewoehnliches. sie verlangsamten, begannen uns nach unserer herkunft zu fragen. auch dies nichts ungewoehnliches. dann packte der vater, wie es schien, einen wasserbehaelter aus gebranntem ton aus. er sagte uns, dass dieses gefaess schon seit generationen in seiner familie weitergegeben wurde und dass es die spanier waehrend der conquista hier in der kolumbianischen pampa verlorendagelassenwhatever haetten. er habe es uns einfach zeigen wollen! er fragte, ob wir nicht ein foto machen wollten und fuhr, nachdem wir seiner bitte nachgekommen waren, seine familie zurueck in sein haus. ein fuer kolumbien typisches erlebnis. die leute sind sehr offen, freundlich und touristen gut gesinnt!
in san augustin, einem zentrum fuer archaeologische ausgrabungen durften wir die finca anderer velotourer benuetzen, paradisisch oberhalb von san augustin gelegen nutzten wir die moeglichkeit, ein paar tage auszspannen, uns in ruhe die ausgrabungsstaetten anzusehen, die velos zu putzen und uns fuer die naechsten etappen vorzubereiten. es geht naemlich jetzt dann so richtig los mit dem raufundrunter, immer auf hohem nivea. morgen nach mocoa, sebastian wird uns da nach einer woche gemeinsamer erlebnisse leider schon verlassen. danach nach pasto und weiter richtung equadorianische grenze, die wir in ungefaehr einer woche erreichen sollten, inshallah...
das velofahren macht spass, die gegend hier ist sehr schoen. huegelig, abgelegen und wenig touristisch. in einigen doerfen bilden sich bei der ankunft dann schon mal regelrechte menschentrauben um die beiden vollbepackten velos. trotz der doch sehr heimischen landschaft kommt man sich sehr exotisch vor. es scheinen nicht viele leute ihr velotuerli durch den sueden kolumbiens zu machen.
nun ja. ich werde mir noch einen fruchsaft (lulo, passionsfrucht, etc.) goennen und dann die beine hochlagern, morgen gibts eine lange etappe, bruselas nach mocoa, cirka 120km.
hasta pronto!
hannes
Montag, 16. Februar 2009
on the road again...
das sind die stationen bisher. etwas 300km, 40kg gepaeck und temperaturen von 10 bis 35grad. die veloreise hat begonnen.
bogota war nasskalt, 15 grad kamen mir als karibikverwoehnter dude schon arschkalt vor und ich war froh, dass wir am ersten tag mindestens eine klimazone uebersprangen. von 2600 auf ca. 1000 meter ueber meer. eine 30km lange abfahrt durch den kolumbianischen regenwald nach tocaima, wo wir die erste nacht verbrachten. nur kurz zum alle sparfuechse und geiz-ist-geil verfechter neidisch zu machen, wir bezahlten fuer ein uebernachtung fuer drei personen 20000 pesos, was etwa 9 fr entspricht. das freut meine reisekasse.
weiter nach saldaña, wo wir neben dem lokalen polizeiposten zelteten. leider zelteten wir auch in der naehe von mindestens 3 fiestas, laute kolumbianische schlager bis in die frueh vertragen sich mit harten velotagen schlecht, alles in allem eine harte nacht. nevermind. sebastian, unser kolumbianischer radlerkolleg hat 70km weiter eine tante, bei der wir uebernachteten. anna und ihr sohn otto bekochten uns und zeigten uns die umgebung. sehr nette leute!
sowieso fuehle ich mich hier in kolumbien sehr gut aufgehoben und wohl. viele leute fragen, woher man kommt, sind erstaunt, dass man mit so schwerem gepaeck so weit reist und wuenschen uns immer wieder eine gute reise. bisher also nur gute erfahrungen!
in den naechsten tagen gehts dem rio magdalena entlang nach san augustin, wo wir die archeologischen grabstaetten anschauen und die weiterreise planen werden.
nur so viel zu den ersten reisetagen!
que vayas bien!
Mittwoch, 11. Februar 2009
schluss mit lustig
nach der postitiven ueberaschung dieser reise, dominica, reiste ich am 30. januar weiter nach point-a-pitre auf guadeloupe. die ganze stadt schien nach dem quirligen roseau stillzustehen. eine geisterstadt, wie es schien. das hatte entweder damit zu tun, dass die laeden am samstag um 13:00 uhr dichtmachen oder damit, dass sich ganz guadeloupe seit nun mehr als drei wochen im generalstreik befindet. naja, ich nahm das billigste hotel der stadt und wartete auf fraenzi, die am sonntagabend ankommen sollte.
ich freute mich riesig, sie nach drei monate wieder in die arme schliessen zu koennen! wir verbrachten wunderschoene zehn tage zusammen in ferry, in der naehe von deshaies. fraenzis brueder, daenu und chrischu, hatten hier eine ferienwohnung gemietet, die wir nun zusammen bewohnten! vielen dank nochmals an dieser stelle ;-) mit ein bisschen improvisation und glueck gelang es uns trotz des streiks viel von der insel zu sehen. wir verbrachten zwei tage auf les saint, einer kleinen inselgruppe im sueden der hauptinsel, wurden von harry, einem waschechten guadeloupiens, rund um die insel gefahren und badeten unter wasserfaellen mitten im regenwald.
gestern war die gemeinsame zeit leider bereits zu ende, der flug nach bogota war auf den 10. februar gebucht und die flugzeuge hatten trotz streik genug sprit. ich kam gestern in der nacht in bogota an und wurde von der familie des couchsurfers und ramona direkt am flughafen abgeholt! was fuer ein empfang! die gastfreundschaft der familie ist fast schon uebermenschlich, fernando, das oberhaupt der familie kurvte mit ramona und mir heute den halten tag durch bogota um letzte vorbereitungen zu treffen, wir werden rund um die uhr mit kolumbianischen koestlichkeiten versorgt, die beiden brueder der familie zeigen und die stadt und sind sehr bemueht, unser spanisch zu verbessern...kurz gesagt fuehle ich mich hier sehr wohl! am freitag ists dann aber definit schluss mit lustig. das velo ist parat und die strasse wartet. ramona und ich werden die gut 3000km nach lima unter die raeder nehmen. eine erste etappe nach la mesa, dann dem tal des rio magdalena hoch bis an die equadorianische grenze...alles zwieschen 500 und 3500m ue m...die route wird als schoen aber sehr hart beschrieben. ich bin gespannt.
nun ja, ihr sieht, ich brauche den schlaf. darum schluss fuer heute.
einige photone von guadeloupe gibts wie immer auf facebook.
http://www.facebook.com/home.php#/album.php?aid=2016519&id=1055842130
Montag, 26. Januar 2009
photone
Samstag, 24. Januar 2009
pas ni probleme oder alles im gruenen bereich
am 19. januar verliess ich die familie rey in martinique, ich wurde herzlich von zwei einheimischen begruesst. ich ueberliess ihnen meine bootsschuhe, nach entlichen warnungen (man kann sich vorstellen, wie meinen schuhe nach 2.5 monaten barfuss riechen, sie toeteleten so richtig), nun ja, sie wollten sie trotzdem haben und boten mir an, mich direkt zum im reisefuehrer beschriebenen zeltplatz zu fahren. natuerlich lehnte ich dieses angebot nicht ab. der zeltplatz stellte sich dann als guenstiges hotel heraus und ich blieb. le nid tropical in anse a l'ane, 20 faehrminuten von fort de france entfernt. sehr franzoesisch, touristisch, gepflegt, sonnig, palmig und natuerlich sandig. und auch etwas langweilig. ich sah mir fort de france und teile von martinique an und beschloss dann, am 22. nach dominica weiterzufahren. schon wieder mit einem boot, diese mal aber mit einem motorisierten. der express des iles, welche zwischen st. lucia und la guadeloupe verkehrt. mit stopps in martinique und dominica.
dominica ist nun sehr urspruenglich, sehr freundlich, sehr gruen und sehr wild. i like. ich uebernachte im zelt mitten im regenwald, mit all seinen guten und schlechten seiten. gestern war ich mit zwei kanadier am strand und an einem wasserfall, meine kondition ist gar nicht so schlecht wie angenommen. aber diese lockere wanderung ist natuerlich nichts gegen die anden kilometer, welche mich erwarten...naja, wir sahen krebse, schlangen, kolibris und einige kuehe am wegrand. das strand ist aufgrund des vulkanischen ursprungs der insel dunkelschwarz und sehr schoen, ich werde in kuerze einige bilder hochladen.
nun ja, um den 29. gehts weiter nach guadeloupe. vorher werde ich noch die unterwasserlandschaft per scuba diving erkunden. dominica soll zu den top5 tauchpots dieser erde gehoeren. wir weden sehen.
nun ja, wie ihr seht ist alles im gruenen bereich oder eben: pas ni probleme, wie der martiniquese sagt.
hier bin ich uebrigens momentan, sehr zu empfehlen:
http://www.rosalieforest.com/
Freitag, 16. Januar 2009
Das Pferd und der Hannes
Das Pferd war mir bisher eher suspekt als sympathisch. Gross, schwer, undurchschaubar und behuft bahnt es sich beritten den Weg durch die mittelländischen Wälder.
Und jetzt hier in Rodney Bay die Annonce des „International Pony Club: Specialize in children, beginners and scared people“. Mindestens zwei Jahrzehnte trennten mich von meiner ersten und bisher letzten Reiterfahrung im Ponykreisel auf dem Rütihof. Aber ich entsprach anscheinend der Zielgruppe des Pony Clubs und nach einiger Überzeugungs- und Überredungskunst seitens der Familie Rey entschloss ich mich also, sie beim Ausflug zu begleiten. Es sind ja nur Ponys, dachte ich mir, kleine friedliche Ponys.
Angekommen auf dem Gestüt wurden wir mit lustigen Helmen und guten Ratschlägen ausgestatten (Zügel nach hinten: Stopp / Zügel nach rechts: rechts / und so weiter) und auf die Vierbeiner aufgeladen. Die Ponys stellten sich als ausgewachsene Pferde heraus aber der Point-of-no-return war natürlich längst erreicht, es gab kein Zurück mehr.
Man muss mir meine Rütihof-Erfahrung angesehen haben, denn ein Helfer stellte mir ein Podest zum Aufsitzen hin. Nun ja, Basil führte das Feld zusammen auf einem Pferd mit dem Guide an, Andrea auf „Blackjack“, Markus auf „Jude“ und ich auf „Darkheart“ folgten im allgemeinen Pulk der Mitreitenden. Gemütlich ging es in Einerreihe zuerst durch ein Aussenquartier, dann einem Trampelpfad entlang durch den küstennahen Wald in Richtung Atlantik. Den letzten Teil vor der Pause legten wir am Sandstrand zurück. Die Tiere wurden abgesattelt und man konnte einen Ritt ohne Sattel durch die seichte Lagune wagen oder sich einfach nur die wunderschöne und wilde Ostküstenlandschaft anschauen. Da wir bisher entlang der Westküste unterwegs waren, fiel uns dieser ursprüngliche und rauere Charakter dieses Küstenabschnitts besonders auf.
Danach ging es dem Strand entlang zurück. Basil und der Guide galoppierten die Strecke bis zum Waldpfad, er hat uns bei der anschliessenden Rückfahrt schwer beindruckt berichtet, dass man nur noch Wasser, Sand und Himmel sah, so schnell sei das Pferd gelaufen! Einige taten es ihnen gleich und trieben die Pferde an. Die rennenden Vierbeiner mit den wild wackelnden Zweibeiner im oder besser irgendwie am Sattel erinnerten mich stark an die Videos, welche in Fernsehsendungen wie „The Worlds Funniest Homevideos“ oder „Pleiten, Pech und Pannen“ ausgestrahlt werden. Aber auch der Rückweg verlief absolut problemlos und ich gebe offen zu, dass ich Spass daran hatte!
Ich werde die LIL und damit Basil, Andrea und Markus auf Martinique in Fort-de-France verlassen und nach dem Besuch von Dominica und Guadeloupe auf mein Aluminiumross umsatteln. Es war eine aussergewöhnliche und unvergessliche Zeit die ich mit der Familie Rey in den letzten zwei Monaten teilen durfte. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Schweiz oder auf irgendeinem Ozean dieser Erde!
Alles zu meiner ersten Reiterfahrung findet man unter http://www.ruetihof.com
Alles zu meiner zweiten Reiterfahrung findet man unter www.internationalponyclub.net
Hannes
Donnerstag, 15. Januar 2009
Mittwoch, 14. Januar 2009
neue fotos!
http://www.facebook.com/album.php?aid=2014350&l=f6693&id=1055842130
Dienstag, 13. Januar 2009
dezember. januar. februar.

den dezember verbrachte ich grösstenteils auf see. wir segelten alles andere als langsam (20 tage, 20 stunden) von santa cruz, tenerife, nach rodney bay, st. lucia. wie wir die zeit verbracht haben, wie wir gelebt haben, wie wir den samichlaustag gefeiert haben und welche existentiellen probleme uns quälten kann man ausführlich und ansprechend auf http://www.bateaulil.ch/ nachlesen. nur soviel: es hat mir sehr gut gefallen!
den januar verbrachte ich bisher entlang der westküste st lucias. rodney bay, pitons, anse la raye und marigot bay sind die namen. dahinter verstecken sich weisse strände, schwarze leute, türkises wasser, rote sonnenuntergänge, violette fische, grüne regenwälder, gelbe bananen, graue regenwolken oder blauer himmel (wobei sich letzterer deutlich öfter zeigte). nach der überfahrt tut das geruhsame karibikleben sehr gut. lesen. essen. baden. schnorcheln. schauen. segeln. kochen. das sind die stichworte. natürlich könnte man auch mücken schlagen. schwitzen. warten oder abwaschen aufschreiben. ich aber nicht. zu marginal :-). bis mitte januar bleibe ich mit den reys auf der lil. sie setzen mich in fort-de-france, martinique aus. von dort aus gehts weiter nach dominica und guadeloupe.
auf den februar freue ich mich besoners. fränzi und ich werden uns in guadeloupe treffen. am 10. februar gehts dann weiter nach panama stadt und von dort aus direkt nach bogota, inshallah. das reisebüro hat mir jedenfalls mal vorsorglich gesagt, dass falls ich den flug in panama verpassen würde, ich den anschlussflug nach bogota selbst bezahlen müsse. das weckt natürlich einen gewissen argwohn...naja. air caraibes und copa airlines werden mich wohl sanft und pünktlich in panama beziehungsweise in bogota abladen. von bogota gehts dann endlich per velo weiter nach süden...aber davon später!
soviel zu mir. bis bald!
