Donnerstag, 19. März 2009

coitus interruptus

Der Cotopaxi. 5897 Meter Vulkan liegen vor uns. Wir, Ramona und ich, ausgeruestet mit Steigeisen, Eispickel, Bergsteigerhosen, Gstaeltli und Stirnlampen im Schlepptau von Ñato, unserem Bergfuehrer. Es ist 01.00 Uhr, 4800 Meter ueber Meer, Jose-Ribas-Schutzhütte.

Aber fangen wir von vorne an. In Baños, einem geruhsamen Touristenort suedlich von Quito gelegen, fanden wir, dass uns das gewoehliche Reisen mit unseren Drahteseln nicht reicht. Wir wollten mehr. Wir wollten einen Vulkan besteigen! Cotopaxi, yeah! Zur Akklimatisation stellten wir mein Hilleberg auf 3800 Meter ueber Meer im Cotopaxi Nationalpark auf und verbrachten eine nasskalte Nacht am Rande eines Bergsees. Ñato holte uns dann am Mittwoch ab, brachte uns das Bergsteiger-Outfit und fuehrte uns zur besagten Jose-Ribas-Schutzhuette. Bis dahin alles ok. Nach einem feinen Znacht bereiteten wir das Material vor und versuchten zu schlafen. Versuchten. Das alles hinderte uns daran:
  • Kurzatmigkeit
  • vermindertem Harnlassen
  • veränderter Atmung
  • Schlafstörungen und sonderbaren Träumen
  • oft quälendem Kopfschmerz
Jaja, wikipedia und Akklimatisation.

Um 24:00 wurden wir geweckt und bekamen unsere Henkersmahlzeit, bevor es dann losging. Schritt fuer Schritt durch den Schnee in die Hoeh. Kopfschmerzen machten sich bei mir breit, sonst war alles ok. Bei Ramona gesellten sich noch Uebelkeit dazu, ein klares Symptom der gefuerchtete Hoehenkrankheit. Um gesund zu bleiben, beschlossen wir, auf 5400 MuM umzukehren. C'est la vie!

Heute Abend belohnen wir uns fuer den Entscheid mit Pizza und Thermalbaeder!

Morgen gibts Downhill. 1000 Meter runter (diesmal mit den Drahteseln) nach Puyo ins Tielfland, den Oriente. Amazonas!

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