in sechs tagen von bogota nach san augustin. und schon wieder weg!
auf dem weg nach san augustin ueberholte uns ein roller mit einer kleinen familie auf der sitzbank, muttervatertochter. eigentlich nichts ungewoehnliches. sie verlangsamten, begannen uns nach unserer herkunft zu fragen. auch dies nichts ungewoehnliches. dann packte der vater, wie es schien, einen wasserbehaelter aus gebranntem ton aus. er sagte uns, dass dieses gefaess schon seit generationen in seiner familie weitergegeben wurde und dass es die spanier waehrend der conquista hier in der kolumbianischen pampa verlorendagelassenwhatever haetten. er habe es uns einfach zeigen wollen! er fragte, ob wir nicht ein foto machen wollten und fuhr, nachdem wir seiner bitte nachgekommen waren, seine familie zurueck in sein haus. ein fuer kolumbien typisches erlebnis. die leute sind sehr offen, freundlich und touristen gut gesinnt!
in san augustin, einem zentrum fuer archaeologische ausgrabungen durften wir die finca anderer velotourer benuetzen, paradisisch oberhalb von san augustin gelegen nutzten wir die moeglichkeit, ein paar tage auszspannen, uns in ruhe die ausgrabungsstaetten anzusehen, die velos zu putzen und uns fuer die naechsten etappen vorzubereiten. es geht naemlich jetzt dann so richtig los mit dem raufundrunter, immer auf hohem nivea. morgen nach mocoa, sebastian wird uns da nach einer woche gemeinsamer erlebnisse leider schon verlassen. danach nach pasto und weiter richtung equadorianische grenze, die wir in ungefaehr einer woche erreichen sollten, inshallah...
das velofahren macht spass, die gegend hier ist sehr schoen. huegelig, abgelegen und wenig touristisch. in einigen doerfen bilden sich bei der ankunft dann schon mal regelrechte menschentrauben um die beiden vollbepackten velos. trotz der doch sehr heimischen landschaft kommt man sich sehr exotisch vor. es scheinen nicht viele leute ihr velotuerli durch den sueden kolumbiens zu machen.
nun ja. ich werde mir noch einen fruchsaft (lulo, passionsfrucht, etc.) goennen und dann die beine hochlagern, morgen gibts eine lange etappe, bruselas nach mocoa, cirka 120km.
hasta pronto!
hannes
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