Freitag, 5. Dezember 2008

El viento viene, el viento se va…sin mas razon.

Eigentlich war unser Start fuer die Ueberfahrt von Tenerife nach Barbados ja auf letzten Samstag geplant, da aber der Wind einfach zu stark fuer einen geruhsamen und stressfreien Start war, segeln wir diesen Freitag los, inschallah.
Die freie Zeit nutzten wir fuer die Installation eines neuen Windgenerators, diversen Proviantbesorgungen, den Start eines Krippenspiels fuer Basil (ich habe den Startschuss mit dem Stern von Bethlehem gegeben) und diversen anderen Reparaturen und Richtereien an der LIL.

Grossartig war aber vor allem die beiden Ausflüge ausserhalb des bekannten Terrains (Internetcafé, HiperDino und Hafen). Wir wanderten durch ein wunderschönes Tal in der Nähe von Santa Cruz und unternahmen einen Ausflug mit einem Citroen C1 (er wieherte, wenn man ihn startete und machte sonst auch recht unanständige Geräusche, lief aber ausgezeichnet) zum höchsten Berg Spaniens, dem Teide (3718 M.ue.M). Alpinistisch absolut verwerflich mit der Gondelbahn, uebrigens ein Oltner Erzeugnis…jaja, Olten. Zu erwaehnen waere dann auch das delizioese Abendessen in Orotava, Casa Lercaro, geoffnet jeweils bis 23:00. Vorallem das Rindsfilet mit Kaese und die postres de casa sind absolut zu empfehlen. Die auf der deutschen Karte mit „Alte Kleider“ uebersetzte Speise probierten wir nicht aus.

Waehrend der Ueberfahrt, welche zwischen zwanzig und dreissig Tagen dauern sollte (el viento viene, el viento se va…usw.) werde ich meine frohe Botschaft zusammen mit Andrea und Markus direkt auf www.bateaulil.ch verkuenden. Also immer schoen reinschauen.
Eine schoene Adventszeit und besinnliche Weihnachten darum bereits jetzt.

Saludos de Santa Cruz de Tenerife.

Hannes

Donnerstag, 27. November 2008

Fotone.

Es gibt neue Fotone. Wie immer auf facebook:

http://www.facebook.com/album.php?aid=2011235&l=55335&id=1055842130

Kommentare...

Habe eben gesehen, dass Kommentare nur durch registrierte Benutzer gehen. Das sollte jetzt eigentlich geaender sein...

Stugeron, Plankton, Ponton.

Nun ja, am Wochenende ist es so weit. Wir setzen zur Atlantikueberquerung an. Vorfreude und Nervositaet halten sich gegenseitig in Schach...


Vorallem die Ueberfahrt von Madeira nach Tenerifa gibt allen Anlass zur Nervositaet, nur zwei Tage unterwegs wurde ich ziemlich seekrank. Ich kaempfte gewissenhaft gegen die Ueberfischung der Weltmeere an, indem ich die Tierchen regelmässig fuetterte. Frei nach dem englischen Motto "The only cure for seasicknes is to sit in the shady side of an old brick church in the country". Das zum muehsamen Teil der Fahrt. Entsprechend erleichtert war ich dann auch, als wir den Hafen von Santa Cruz erreichten, feierte die Ankunft aber nicht mit einem Kirchenbesuch, sondern unorthodoxerweise mit einem Bier und einem Sack Pommes Chips. Vielleicht war es auch ein Sack Bier und Pommes Chips. Wunderbar waren dagegen die beiden Nachtwachen. Von oben leuchtete der Mond und von unten der fluoreszierende Plankton, welcher in der Bugwelle an die Wasseroberflaeche gespuehlt wurde.


Und nun, seit einer knappen Woche raeuem wir die Supermaerkte der Stadt leer. Mercadona, El corte ingles, Carefour und mein persoenlicher Favorit: HiperDino (wer nennt einen Supermarkt HiperDino?). Speis und Trank fuer 2600 Seemeilen bis Santa Lucia...um nicht total von Buechsenkonserven und Zwieback zu leben, machen wir ein. Zum Beispiel: Chili con carne, Ratatouille oder Gulasch.


Kulturell laeuft halt ein bisschen wenig. Basil, der vierjaehrige Sohn von Andrea und Markus tut sein Bestes, dieses Problem zu loesen. Marzipan und Zaubermaus, a.k.a. Linard Bardil und Trudi Gerster sind ja schon lustig, aber nach der zehnten Wiederholung kennt man die Geschichten von Maus und Wurm auswendig. Gemein ist vorallem, dass die Kassette genau da aufhoert, wor die Kellerassel Bertoluzza ihre allumfaengliche Lebensweisheit verkuenden will. Falls also jemand die Geschichte "Marzimuus und Zauberpan" kennt, waere ich froh zu wissen, wie die Geschichte Nummer 5. "D Kellerassle Bertoluzza" (eigentlich 9:54, aber eben...) endet. Vielen Dank!


¡Hasta luego!


P.S. Sind seekranke Fischer erfolgreicher?

Mittwoch, 19. November 2008

Bilder von Madeira

Mehr Bilder von Madeira frisch auf facebook:

http://www.facebook.com/album.php?aid=2010666&l=03194&id=1055842130

Dienstag, 18. November 2008

Alles zur LIL

Food I:

Nach tagelanger Suche habe ich heute eine Roestiraffel gefunden. Ich glaube, die einzige in ganz Madeira aufgestoebert und gekauft zu haben. Die Verkaeuferin warnte mich sogar noch vor den ausserordentlich scharfen Schnittstellen, sie konnte nicht ahnen, dass wir Schweizer sozusagen mit Roestiraffeln auf die Welt kommen...nunja, ab heute ernaehre ich mich von Muesli mit geraffelten Aepfeln und Roesti.

Food II:

Gestern den ganzen Nachmittag mit Eier verbracht. Beziehungsweise mit meinem schoenen Primus Kocher. Eier in fluessiges Wachs getuechnt sollen diese laut unserer "Proviantbibel" fast unendlich lange haltbar machen...naja, wir werdens sehen. Die Arbeit erinnerte mich schwach ans Kerzenziehen, also genau das richtige fuer diese Jahreszeit!

Ship:

Fuer alle, die sich fuer die LIL noch genauer interessieren hier der Link auf Markus' Seite mit allen technischen Daten:

http://bateaulil.yachtfunk.com/?page_id=4

Freitag, 14. November 2008

nachschlach...

http://www.facebook.com/album.php?aid=2010412&l=1530b&id=1055842130

Hene ist in Madeira

gohenego! travelblog nummer eins.

das ganze internetkafe schwankt. nein, es sind nicht die vier klitzekleinen biere, welche wir gestern zur feier das tages getrunken haben, sondern die ersten nachwehen des ersten teils meiner reise.

vor knappe zwei wochen der abschied. einfach wars nicht. in almeria wurde ich aber herzlich von meinen mitreisenden fuer die naechsten knapp zwei wochen empfangen. hanspeter, urs und markus waren bereits daran, der segeljach LIL den letzten schliff fuer die reise in die laribik zu geben.

die erste nacht im trockendock, erst mal ans schiff gewoehen, ohne das es schaukelt, das war mir nach der reise gerade recht.

dann gings in drei etappen an der suedspanischen kueste von almerimar nach sotogrande, dem letzten hafen vor der beruehmten meerenge von gibraltar. wir legten zwischen 30 und 70 seemeilen pro tag zurueck und kamen zuegig vorwaerts. von sotogrande durch die meerenge von gibraltar geschluepft und in die unendlichen weiten des atlantiks gespuckt. geblasen eher. mit windstaerken von ueber 30 knoten und wellen bis zu 4 meter hoehe segelten wir unserem ziel madeira entgegen. das sieht praktisch so aus:

21 uhr bis 24 uhr wache.
24 uhr bis 6 uhr schlafen (wenns denn geht...)
6 uhr bis 9 uhr wache
9 uhr bis 21 leisure time! (bsp: lesen (die entdeckung der langsamkeit), hoerbuch hoehren, an deck tagwache halten, dem 1kg honigtoepfchen ausweichen, dass einem im gewell besser nicht an empfindlichen stellen trifft, auf deck gehen, hoffen, dass das uebelkeitsgefuehl nachlaesst, stugeron, stugeron ist gut (gibts auf facebook gruppen fuer fans von stugeron?), kochen, abwaschen, geschaefte verrichten (die atlantischen roller machen das einem nicht einfach...), gute gespraeche fuehren, musik hoeren (element of crime).

jaja! so geht das. der naechste post wirds von den kanarischen inseln geben. wir segeln am montag los...

liebe gruesse in die schweiz!