die grenze ist ueberquert, laut visum darf ich 184 tage in peru mit meine orangen blitz herumkurven und die ersten tage sind trotz heftigen warnungen seitens vieler ecuadorianer und columbianer ueberstanden. gut ueberstanden!
von macara aus gings alleine, ja alleinen, denn mona bleibt in ecuador, va a dar una vuelta, wie man so schoen sagt, ueber die grenze. ich spuehrte meine roten blutkoerperchen. locker legte ich am ersten tag den ueber 100km zurueck. dann erste begegnungen mit den peruaner. es koennten auch thais sein, denn schon bald ueberholten mich diese stinkenden, dreiraedrigen gefaehrte, eben tuk-tuks! ich kannte diese teils bisher nur aus thailand...nun ja, ich schwelgte in erinnerungen bis mich der hunger plagte und stoppte am erstbesten "restaurant". ziege gabs. geiss mit reis. das znacht lag noch lebendig, aber bereits gefesselt am boden, waehrend ich meine ration geiss verspeiste, wurde dann die andere, noch am boden liegende ins kaemmerchen geschleppt und ueber den jordan geschickt. en guete, gell.
uebernachten durfe ich bei einer sehr lieben familie in paccha. ich kam mir vor wie in der wueste, eine superstaubige piste, lastwaegen und tuktuks, die mich je nach schlagloecher links oder recht ueberholten, dann immer wieder aus den huetten am rande der strasse: "mira!mira! GRINGO!!!". das bin ich. ich bin nicht mehr der hannes. ich bin der MIRA!MIRA!GRINGO.
dann die ankunft in paccha, wie im zoo. ich mit einem bier in der mitte. umkreist vom halben dorf, dass mir dabei zuschaute, wie ich das pilsen genuesslich kippte.
dann gings durch wuestenlandschaft weiter nach olmos. neuer streckenrekord. 140km. ich war dann auch recht kabuede und wollte eigentlich ein hotel nehmen. nun ja, irgendwie landete ich dann im "garten" des lokalen polizeipostens und machte das hilleberg nachtklar. die polizisten stellten sich als sehr hilfsbereit, aber auch als aussergewoehnlich neugierig heraus. geduldig und freundlich erklaerte ich sicher 10 mal meine reise, erst als ich jeden satz mit einem gaehnen statt mit einem punkt abschloss, liessen sie mich schnarchen.
dann chiclayo. auf dem weg dahin traf ich aron, einen rennvelofahrer. wir quatschten auf dem weg und er lud mich spontan zu sich nach hause ein. perfekt! wir schauten uns das stadtzentrum an, assen so was von feine apfelstrudel (natuerlich ohne wiibeeri...pf) und gebratenes kuheuter, nach dem guerteltier in ecuador die zweite eher exotische speise. er begleitete mich heute ein stueck und kehrte dann um.
und jetzt bin ich nun in pacasmayo angekommen, zelte hier im garten einer surferunterkunft und denke fest (sehr fest) darueber nach, statt auf meinem brooks sattel auf den smoothen peruanisch-pazifischen wellen zu reiten. das waer doch was, zur feier der semana santa.
wie die geschichte weitergeht, seht ihr wenn der compi das naechste mal angeht (immer diese schlechten reime).
saludos de peru!
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